© Design Hartl Torsten PRO Döllnitz, Stand 02.2020
Döllnitz
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DÖLLNITZER NEWS
Angler sitzen auf dem Trockenen Die Angelsportgruppe Döllnitz, eine der größten Ortsgruppen im Saalekreis, hat bald kein Vereinsgewässer mehr. Das flache „Schachtloch“ in Döllnitz erfährt durch seinen starken Schilfbewuchs eine unaufhaltsame Verlandung. Auch das jährlich einfliegende Laub und die Unmengen an totem Flachwasser-Kraut schaffen in dem Gewässer eine nicht mehr händelbare Verschlammung. In den Sommermonaten tut die Sonne ihr Übriges und der Sauerstoffgehalt sinkt auf ein Minimum, sodass Fische und Wasservögel keinen Lebensraum mehr haben und nach und nach verschwinden. Ergebnisse dieses jährlich wiederkehrenden Debakels sind große Mengen toter und verwester Fische, der beißende Gestank dieser Kadaver und des gehrenden Faulschlammes, die unerträgliche Geruchsbelästigung im Freigelände der angrenzenden Kindertagesstätte, des öffentlichen Spielplatzes und eine Ortsfeuerwehr ohne nicht mehr funktionierende Löschwasserentnahmestelle. Nur durch viele unermüdliche Arbeitseinsätze, die Natur schützenden Hege- und Pflege- maßnahmen der Angler über das gesamte Jahr hinweg und den unermüdlichen Einsatz der Ortsfeuerwehr beim Sauerstoff spendenden Besprühen der Wasseroberfläche, ist eine derzeitige Bezeichnung des „Schachtloches“ als Gewässer überhaupt noch zutreffend.
Ein zweiter heiße Sommer in Folge führte dieses Jahr zu einem erbärmlichen Anblick in Döllnitz. Der Wasserstand ist durch die Dürre, den daraus resultierend gesunkenen Grundwasser- spiegel und einen nicht mehr funktionalen Zulauf von Ober- flächenwasser, um „sage und schreibe“ 1,25 Meter zurück gegangen. Riesige Inseln und gelbe Schilfgürtel zeugen von drohender Austrocknung und dem Ende der traditionellen Angel-Ortsgruppe Döllnitz, deren über 150 Mitglieder auch für die Bekanntheit der Ortschaft durch Umzüge und Freundschaften weit über die Schkopauer Grenzen hinaus sorgen. Es gilt nun mit Hilfe der Gemeinde Schkopau, dem Kreisangelverband und dem unbändigen Arbeitswillen der Angler, eine Entschlammung des Gewässers und somit ein Stück Lebenserhaltung für alle Nutzer und Lebewesen im und um unser „Schachtloch“ voranzutreiben und ein Naherholungsgebiet, eine Sport- und Begegnungsstätte und ein großes Stück Döllnitzer Natur für uns und unsere Nach- kommen langfristig zu erhalten. Laut Gemeindeverwaltung Schkopau waren dieses Jahr Gelder für Planungsarbeiten im Haushalt vorgesehen, die den Aufwand einer Entschlammung finanziell beziffern und in den nächsten Haushalt einfließen lassen sollen. Auch unser Bürgermeister Herr Ringling konnte sich dieses Jahr vom Zustand des „Schachtloches“ ein Bild vor Ort machen, besuchte er uns doch erfreulicher Weise und über- raschend am sehr frühen Morgen einer Veranstaltung, im Juli dieses Jahres. Wir Angler hoffen auf die Einsicht der Notwendigkeit baulicher und technischer Maßnahmen im Sinne der Natur, der Tradition und der betroffenen Bevölkerung. Angelverein Ortsgruppe Döllnitz
Quelle : Mitteilungsblatt der Gemeinde Schkopau Nr. 10/2019 Seite 10
Aktuelle Bilder zum  Schachtloch Döllnitz Aufnahme : Fabian Hugo 17.10.2019
Mitteilungsblatt der Gemeinde Schkopau Nr. 7/2020 Seite 6 & 7